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Anonym schrieb am 1. Juli 2014:
Hallo,

nach erfolgreicher Jägerprüfung möchte ich hier ein paar hoffentlich hilfreiche Worte für alle Jagdschein Interessierte finde.
Wird man Jäger in einem 3 Wochenkurs....... dazu muss man ehrlich sein... ein Waidgerechter Jäger wird man weder in einem 3 Wochen- noch in einem Jahreskurs an den Wochenenden. Ein richtiger Jäger wird man erst nach Jahren der angewendeten "Waidgerechtigkeit" und richtigen Einstellung in der Praxis.

Kann man die Jägerprüfung nach einem 3 Wochenkurs mit dem richtigen Ausbilder bestehen. Dazu kann ich JA sagen!.
Kann das jemand der keinerlei Vorkenntnisse über Natur, Land, Tiere und Jagd hat, der meint ich setzte mich 3 Wochen hin, lass mir was erzählen.. und mach dann mal die Jägerprüfung?
Der hat erstens die falsche Einstellung dazu, und zweitens wird es für Ihn nicht einfach werden.

Für alle die sich wirklich Interessieren und noch wenige Vorkenntnisse haben (auch meine waren begrenzt) empfehle ich sich rechtzeitig Anzumelden und vor dem Kurs etwas "empfohlene Fachliteratur" zu lesen, damit nicht alles komplettes Neuland ist. Dann klappt es auch mit der Jägerprüfung.

Der Ausbilder.."Alexander" hat ein breites und fundierendes Fachwissen, das er mit viel Geduld trotz des immensen Lernstoffs anschaulich vermitteln kann. Diese Gabe ist nicht jedem gegeben trotz mach "nervig gestellter wiederholter Frage" auf einfache Dinge ohne einen "Bluthochdruckalarm" zu reagieren sondern diese anhand von praktischen Beispielen zu erläutern.

Die Unterrichtsgestaltung hat ihren strukturierten Plan, geht aber trotzdem auf die jeweiligen Kurse individuell ein. Auch ist das Jagdzentrum Oberfranken flexibel für alle die sich keine 3-4 Wochen komplett frei nehmen zu können evtl. 2 Blöcke zu machen.
Aber nichts des zu trotz es geht zur Sache beim Unterricht. 7 - Tagewoche mit kleinen Hausaufgaben, Schießunterricht bei jedem Wetter. Der 3-Wochenkurs ist ein "Kompaktkurs", deshalb sollte man sich auch für die Zeit nicht viel anderes vornehmen.

Auch bei der Schießausbildung wird individuell auf jeden Teilnehmer eingegangen, und wenn jemand weniger Talentiert ist, dann kann auch zusätzliches Training vermittelt werden um die Prüfung zu bestehen. Letztendlich ist die Schießprüfung am Ende auch immer eine "Tagesform und Nervensache" Leute die beim Üben keine Probleme haben, erwischen einen schlechten Tag bei der Prüfung, oder Leute die beim Übungsschießen nicht die Resultate erzielen schaffen es bei der Prüfung.
Man kann es in keinem Fall dem Ausbilder in die Schuhe schieben. Der sieht wirklich alles was man richtig / falsch macht und gibt Hilfestellung. Schießen muss man halt selber, und den für einen passenden Bewegungsablauf da muss man selber an sich arbeiten. Ein kleiner Tipp, die Jagdschule hat viele Waffen zur Verfügung, auch mehrere für verschiedene Körpergrößen, nehmt ruhig am Anfang mal einige in die Hand und in den Anschlag und schaut bei welcher ihr das beste Gefühl habt, das hilft, den eine Waffe muss passen, sonst ist es nicht einfach für den Anfänger.

Dank sehr vieler Exponate, und "Flat Kaffe" in jagdlich angemessenen Räumen ist der Unterrichtstag auch schneller vorbei als man denkt.
Ich bedanke mich noch mal herzlich bei Alexander, und werde wohl noch ein paar Sonderausbildungen bei Ihm ins Auge fassen. Die Schule kann ich nur empfehlen, da hier trotz der knappen Zeit nicht nur auf "bestehen der Jägerprüfung in Hamburg" ausgebildet wird, sondern ein starkes Interesse besteht die Grundlagen von "Waidgerechten Jungjägern" zu vermitteln.

Waidmannsheil,
Bestanden. Juni 2014 Christian